Exkursion Geschichte 2026
Aktuelles > April 2026
Im Rahmen des aktuellen Semesterthemas "Jüdisches Leben in Deutschland" haben die Geschichts-Leistungskurse von Frau Beermann und Herrn Dr. Plath (Jg. 12) eine Exkursion nach Hamburg unternommen. Im Rahmen einer zweistündigen Führung durch das Grindelviertel erfuhren wir, dass in diesem Stadtteil bis 1933 etwa 20.000 Juden wohnten. Die Führung startete an der erst 2002 wieder an die jüdische Gemeinde Hamburg zurückgegebene Talmund Tora Schule, die heute das Rabbinat beherbergt. Direkt daneben befindet sich in Gedenken an den von den Nationalsozialisten deportierten und ermordeten Rabbiner Joseph Carlebach der gleichnamige Platz, wo bis 1938 die Synagoge stand. Diese wurde aufgrund der engen Bebauung im November 1938 nur symbolisch angezündet und von den Nationalsozialisten abgetragen. Am Rand des Platzes errichteten sie einen Bunker, der dem geplanten Wiederaufbau der Synagoge weichen soll.
Weiter ging es zu einem Platz, an dem die Juden vor der Deportation gesammelt wurden. Als nächstes wurden die Schüler auf die vielen Stolpersteine im Grindelviertel und ein "Judenhaus" aufmerksam gemacht, in dem die Juden bis zu ihrem Abtransport auf engstem Raum leben mussten. Die letzte Station bildete eine in einem Hinterhof versteckt liegende Klause, eine frühere kleine jüdische Schule.
Die Exkursion gab einen informativen Einblick in das jüdische Leben der Hansestadt und machte das Semesterthema etwas anschaulicher.
Dr. Christian Plath
Dr. Christian Plath